„Vollmundig und mild“ ist ein Schlüsselbegriff zur Beschreibung des Geschmacks von hochwertigem Grüntee. „Vollmundigkeit“ bezieht sich hauptsächlich auf die Intensität und Dicke der Teesuppe, was ein direktes Spiegelbild des hohen Gehalts an Wasserlöslichkeit ist, reich an Tee-Polyphenolen, Koffein und anderen Substanzen, die eine starke sensorische Wirkung entfalten. „Mild“ betont die Milde und Harmonie der Teesuppe und bezieht sich auf die moderate Bitterkeit und Adstringenz, die mit Frische und Süße ausbalanciert ist, was zu einem angenehmen Nachgeschmack im Mund nach dem Schlucken führt, anstatt zu einem stimulierenden, adstringierenden Gefühl. Es ist nicht auf eine einzelne Geschmacksdimension beschränkt, sondern ist das Ergebnis des synergistischen Effekts von multisensorischen Signalen wie Geschmack, Geruch und oralem Tastsinn, und seine wahrgenommene physiologische Grundlage umfasst einen multidimensionalen, komplexen Mechanismus. Erstens ist die Entstehung eines vollmundigen und milden Geschmacks aus geschmacklicher Sicht eng mit grundlegenden Geschmacksrichtungen wie Süße und Umami verbunden, wobei Süße den Eckpfeiler seines Kerngeschmackserlebnisses bildet. Beispielsweise reichert sich während des langen Welkprozesses von weißem Tee der Gehalt an löslichem Zucker in den Teeblättern deutlich an, die Süße nimmt zu und der milde und sanfte Geschmack folgt ebenfalls, was zusammen seinen einzigartigen vollmundigen und milden Geschmack erzeugt [4]; die Süßewahrnehmung wird durch den heterodimeren Rezeptor T1R2/T1R3 vermittelt, der dem Gehirn ein angenehmes Gefühl bei der Stimulation von Süße vermittelt, was die Gesamtperzeption des vollmundigen und milden Geschmacks weiter verstärkt. Darüber hinaus gibt es eine wechselseitige Interaktion zwischen Süße und salzigen, sauren, bitteren, Umami- und anderen Geschmacksrichtungen, wie z. B. das Hinzufügen von Zucker und Milch zu Kaffee, um die tribologischen Eigenschaften des Systems anzupassen, die Bitterkeit zu schwächen und gleichzeitig die Süße und Milde zu verstärken, was die regulatorische Wirkung der Geschmacksinteraktion auf den vollmundigen und milden Geschmack bestätigt. Zweitens spielt der Geruchssinn eine unverzichtbare synergistische Rolle bei der Wahrnehmung des vollmundigen und milden Geschmacks. Flüchtige Verbindungen in Lebensmitteln verbinden sich über die orthonasalen und retronasalen Geruchswege mit den Geruchsrezeptoren, und die erzeugten reichen Aromasignale werden im Gehirn mit Geschmacksinformationen integriert, um eine vollständige Geschmackswahrnehmung zu bilden. Beispielsweise können die süßen blumigen, warmen fruchtigen oder gealterten holzigen Aromen in Teegetränken die Geschmackssignale ergänzen und die allgemeine Vollmundigkeit und Milde deutlich verstärken [9]; das reichhaltige und milde Erlebnis von Kaffee ist ebenfalls untrennbar mit komplexen flüchtigen Bestandteilen verbunden, und unterschiedliche Röstgrade erzeugen differenzierte Aromen, wie z. B. die Schokoladen- und Karamellaromen, die von mittelgerösteten Kaffeebohnen erzeugt werden, die nicht nur die Geschmacksebene bereichern, sondern auch die reichhaltige und milde Textur durch den synergistischen Effekt von Aroma und Geschmack verstärken. Drittens ist der orale Tastsinn die wichtigste physikalische Grundlage für die Wahrnehmung des vollmundigen und milden Geschmacks, und sein Kern steht in direktem Zusammenhang mit den physikalischen Eigenschaften von Lebensmitteln wie Textur, Viskosität, Glätte und Körnigkeit. Beispielsweise leitet sich der vollmundige und milde Geschmack von Milchprodukten aus dem synergistischen Effekt ihres Milchdufts, Milchgeschmacks, ihrer Viskosität und Glätte ab, wobei Viskosität und Glätte die orale taktile Wahrnehmung von Reichhaltigkeit und Milde direkt verstärken können. Relevante Studien haben deutlich gemacht, dass Cremigkeit und Glätte die Kerndimensionen für die Bewertung des vollmundigen und milden Geschmacks von Lebensmitteln sind, und der Unterschied in ihren physikalischen Eigenschaften wird die Wahrnehmungsintensität und den Komfort des vollmundigen und milden Geschmacks direkt beeinflussen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wahrnehmung des vollmundigen und milden Geschm